Texte für dualseelen

Für mich ist es von großer Bedeutung, meine Gedanken schriftlich zu ordnen, ihre tiefere Essenz auszuloten.
Mir hilft das, im Leben zurechtzukommen. Mögen meine Texte auch meinen Leserinnen helfen!
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Für alle hier veröffentlichten Texte, die ich nach und nach erweitere, gilt © Kristina Grasse.
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texte:

DUALSEELEN


Eine Dualseelenliebe ist die Liebe zweier Seelen, die ursprünglich einer Seele entsprangen, um dann in zwei verschiedenen Körpern zu inkarnieren. Das wiederholt sich viele Leben lang, also in unterschiedlichen Inkarnationen, und zwar so lange, bis beide Seelenpartner ihre jeweiligen Lernaufgaben – in der Regel unabhängig voneinander – gemeistert haben. So weit die Meinung vieler Betroffener. Ob das tatsächlich so ist, weiß ich nicht. Was ich aber definitiv sagen kann: Genau so fühlt es sich an.

Treffen Dualseelen das erste Mal in einem Leben aufeinander, gibt es nur noch ein Vorher und ein Nachher, so einschneidend ist die Begegnung. Der Begegnung folgt eine besondere Form der Liebe, die immer – ja immer – mit tiefem, oft jahrelangem Leid einhergeht, vor allem für die betroffenen Frauen bzw. den weiblichen Teil der Verbindung, sobald es zur Trennung kommt, eine Trennung, die stets unausweichlich scheint, weil der männliche Teil oft anderweitig gebunden ist, Verantwortung für Kinder sowie selbst noch keinen seelisch tiefgreifenden Reifungsprozess durchlebt hat. Wichtig ist meiner Meinung nach hier Folgendes zu betonen: Eine Dualseelenliebe ist keine unerwiderte Liebe – im Gegenteil –, sie ist jedoch vielfach eine (noch) nicht lebbare Liebe, und zwar nicht, weil der Gefühlsklärer dazu nicht in der Lage wäre, sondern weil beide – Gefühlsklärer und Loslasserin – auf einer tiefen seelischen Ebene dazu noch nicht in der Lage sind. Aus welchen konkreten Gründen auch immer! Mag sein, dass ihr in diesem Leben andere Aufgaben zu erfüllen habt, als eine gelebte Liebesbeziehung miteinander zu führen.

Meiner Meinung nach ist der Entwicklungs- und Wachstumsprozess, der durch eine Dualseelenliebe angeschoben wird, das untrügliche Spezifikum dieser Liebe. Und mehr noch: Eine Dualseelenliebe verschwindet nicht, als Essenz bleibt sie in ihrer Bedeutung bestehen. Einzig durch die konsequente Konzentration auf dich selbst kannst du ein selbstbestimmtes Leben verwirklichen. Und genau diese Selbstermächtigung ist nach meiner Erfahrung die zentrale Aufgabe der Betroffenen und somit der Weg zu Heilung und Transformation, ein mühsamer Weg, auf dem ich dir hiermit all meine Erfahrung und Hilfe anbiete.

Jeder Frau, die in eine Dualseelenliebe verstrickt ist, möchte ich das Buch „Der Loslasser“ von Ricarda Sagehorn und Cornelia Mroseck zum Lesen empfehlen, vor allem kurz nach der Trennung von der Dualseele bzw. am Anfang des Dualseelen-Prozesses, auch wenn ich einiges anders sehe als Ricarda und Conny und das sowohl in meinem Buch als auch hier und bei meiner Beratung zum Ausdruck bringe. Um sich dem Thema zu nähern, sind die Begriffe „Loslasser“ und „Gefühlsklärer“ gleichwohl sehr wichtig. Conny und Ricarda bezeichnen den weiblichen Teil der Dualseelen-Verbindung als die sogenannte Loslasserin. Sie ist diejenige, die zu sehr liebt, die bereit ist, permanent Liebe zu geben: durch Hingabe, Verständnis, Kompromisse. Und sich dabei selbst ein Bein stellt: Sie vergisst ihre eigenen Bedürfnisse, kennt sie sogar oft gar nicht, vernachlässigt berufliche Interessen, hält diese – noch ungeklärte – Liebe zum du, zum anderen, für Erfüllung. Das macht sie für den sogenannten Gefühlsklärer, den Mann in der Dualseelen-Verbindung, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt sehr attraktiv: Sie gibt ihm all die Liebe, die er – meist unbewusst – so gerne hätte. Bis ihm diese Nähe und Liebe – und die so erlebten, unfassbar tiefen Gefühle – zu viel werden, bis die Angst vor Kontrollverlust überhandnimmt, bis sein scheinbar geordnetes Leben einzustürzen droht: Er flieht! Oder vielmehr: Er muss fliehen!

Angeregt durch das Buch von Conny und Ricarda, das mir anfangs sehr viel geholfen hat, habe ich selbst lange geglaubt, dass ich meine Lernaufgaben auch bewältigen muss, damit mein Gefühlsklärer bereit ist, sich auf eine tragfähige Beziehung mit mir einzulassen. Heute sage ich: Das ist ein Irrtum. Denn hinter diesem Glauben steckt meiner Meinung nach nichts anderes als Erwartung, und das ist das Gegenteil von echtem Loslassen. Und vor allem ist es das Gegenteil von Selbstermächtigung und Zu-sich-selbst-Finden. Dieser Irrtum ist wohl auch der Grund, warum viele Loslasserinnen jahre-, ja sogar jahrzehntelang nicht wirklich vom Fleck kommen, immer wieder und wieder Wiederholungsschleifen drehen. Es braucht viel Trost und Mitgefühl in dieser schmerzhaften Situation.

Selbstverständlich ist jede Dualseelenliebe anders, einzigartig, und doch münden alle Aufgaben, die mit ihr einhergehen, zu folgenden Fragen, die meiner Meinung nach mit mehr Lernaufgaben verbunden sind als angenommen: Wovor hast du eigentlich Angst?, Wieso glaubst du, einen Verlust zu erleiden?, Liebst du dich denn selbst?, Was sind deine Grenzen und wie wahrst du sie?, Was erfüllt dich und macht dir Freude?, Worüber definierst du dich und wo willst du hin?, Bist du ganz bei dir? und Bist du bereit für eine lebbare Liebesbeziehung auf Augenhöhe, und zwar generell? Bei diesen Aufgaben geht es nicht nur um Loslassen, es geht meiner Meinung nach letztlich darum, tiefstes Vertrauen – vor allem zu sich selbst, aber auch allgemein in das Leben und seinen tieferen Sinn – zu lernen, was besonders für Dualseelen-Geplagte so schwer ist, weil sie in ihrem Leben so eklatante Vertrauensbrüche erfahren haben, die durch das Verhalten des Gefühlsklärers bestätigt werden, gleichsam als Spiegel der eigenen inneren Realität.

Die Energie zwischen Dualseelen ist so mächtig, dass du sie über Tausende von Kilometer und auch trotz monate-, jahre- oder sogar jahrezehntelanger Trennung spürst. Diese energetische Verbindung ist letztlich weder emotional noch willentlich noch körperlich noch vor allem auf Seelenebene aufzulösen. Was im Beisammensein die Ursache für das unbeschreibliche Glücksgefühl des Einsseins ist, wird nun zur Qual. Du kannst dich zwar räumlich trennen, aber weder emotional noch energetisch. Das ist der Grund, warum du glaubst, vom anderen nicht loszukommen. Du zweifelst an deinem Verstand, an deinen Möglichkeiten, bis du verstehst, wie einzigartig dieses Geschenk einer Dualseelenliebe ist, bis du den tieferen Sinn erkennst, nämlich die Aufgabe ganz zu dir selbst zu finden.
Mehr zu diesem Thema und zu meiner eigenen Dualseelen-Geschichte findest du in meinem "Handbuch für Dualseelen-Frauen", siehe Link oben.

Meines Wissens gibt es keine ausgebildeten Therapeuten, die auf den Dualseelen-Heilungsprozess spezialisiert sind. Die gesamte energetische Situation, die so ausgesprochen fordernd und so charakteristisch für eine Dualseelenliebe ist und die zeigt, dass es sich auf tiefster seelischer Ebene eben nicht um eine unerwiderte Liebe handelt, wird dabei weder gesehen noch ernst genommen. Dabei ist eine Dualseelenliebe eine extreme Belastungsprobe. Sie lässt dich etwas von dir, vom anderen, von dieser Welt wahrnehmen, was dir das Gefühl gibt, verrückt zu sein. Oftmals ist es hier sinnvoller, dich mit anderen Betroffenen auszutauschen, die wissen, wovon du sprichst und dich nicht für eine liebestolle Kranke halten. Aus diesem Grund biete ich hier vor allem Beratung für Dualseelen an.

So gut wie alle Dualseelen-Geplagte haben ein gravierendes Vater- und/oder Mutterthema bzw. generell ein Familienthema, bei dem es nahezu immer um emotionale Erpressung oder zumindest Bedürftigkeit und scheinbare Aufopferung der Mutter und um einen eher lieblosen, oft gleichgültigen Vater geht. Oder umgekehrt. Ganz großes Thema in diesem Kontext ist Schuld. Die Eltern übertragen das verdrängte schlechte Gewissen auf das Kind, sie entlasten sich selbst, indem das Kind die Gefühle und das Versagen der Eltern gleichsam schultert, indem es sich schuldig fühlt. Freilich läuft dieses Programm unbewusst ab, so unbewusst, dass man nicht einmal dieses Sich-schuldig-Fühlen konkret spürt, sondern immer nur das von den Eltern auf einen selbst projizierte schlechte Gewissen, gepaart mit einem Gefühl der Unzulänglichkeit, des Unerwünscht-Seins. Dieses Gefühl triggert dir dein Dualseelen-Partner massiv just in dem Moment an, in dem er dich verlässt. Und so kannst du die Trennung als Aufforderung betrachten, endlich dein Kindheitstrauma zu heilen. In diesem Zusammenhang kommst du nicht umhin, dich mit deinem verletzten inneren Kind zu beschäftigen.
Auch dafür gibt es einige gute Übungen und Meditationen!

Grenzen zu ziehen gegenüber der Dualseele ist übrigens ein schwieriges Unterfangen. Als Loslasserin spürst du immer wieder eine starke Abhängigkeit vom Gefühlsklärer, die pathologisch anmutet, aber vor allem ihre Ursache in der feinstofflichen Verbindung zwischen euch beiden hat. Du genießt die Energie deines Gefühlsklärers, sobald er auf dich zukommt. Aber nur bis zu einem bestimmten Punkt: Nämlich bis dieses Energiefeld seine Destruktivität entfaltet. Und dieser Punkt kommt schnell, und zwar dann, wenn der Gefühlsklärer anfängt, dir mehr Energie abzusaugen, als du selbst bekommst. Du blutest – energetisch gesehen – regelrecht aus. Werde dir bitte des Energiesystems, das zwischen Dualseelen wirkt, bewusst! Dabei hilft es dir einerseits zu wissen, wie du dich energetisch abgrenzen kannst, andererseits dass der Weg durch die Lernaufgaben ein Weg zu dir selbst ist, und das heißt konkret, du baust dabei Energie für dich auf und gibst sie nicht mehr ungefragt ab.
In meiner Beratung biete ich Techniken an, die dir helfen können, besser mit der feinstofflichen Energie zwischen Dualseelen zurechtzukommen.

Siehst du deinen Dualseelen-Partner als Spiegel, solltest du immer deine eigenen Gefühle ansehen, die sein Verhalten (oder Nicht-Verhalten) in dir auslösen. Das Gesetz der Resonanz heißt nicht, dass du Nähe nicht aushältst, weil er dazu nicht in der Lage scheint. Die entscheidenden Fragen dabei sind vielmehr: Was macht sein Verhalten mit dir? Was löst es in dir aus? Welche Kaskade an Emotionen? Das Gesetz der Resonanz zeigt dir also sehr deutlich, dass und wie du auf ihn emotional reagierst, und genau darin findet sich die Antwort: Auch du kannst dich offenbar (noch) nicht auf tiefe, wahrhaftige Liebe einlassen.
Du brauchst selbst Zeit, dich zu entwickeln.

Bei genauerer Betrachtung sind Dualseelen gar nicht so unterschiedlich wie die Begriffe „Loslasser“ und „Gefühlsklärer“ Glauben machen. Meiner Erfahrung nach sind Dualseelen in vielerlei Hinsicht sogar sehr ähnlich bzw. haben sie die gleichen Lebensthemen, die beim Einzelnen aber ganz andersartig oder sogar gegensätzlich zum Ausdruck kommen können. Der andere zeigt dir dabei all deine Wunden und Verletzungen. Der Dualseelen-Prozess verlangt von dir, sie zu heilen und so endlich erwachsen zu werden. In diesem Prozess geht es um deine Liebes- und Beziehungsfähigkeit, um deine Fähigkeit, dich auf das Leben einzulassen – und zwar im allerweitesten Sinne, und das heißt frei von Sehnsucht und Hoffnung, die du auf den anderen projizierst, und so auch frei von der Vorstellung, der andere möge endlich seine Aufgaben erfüllen, damit eine Beziehung möglich werde, so wie sich das viele Frauen vorstellen.

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